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Jack Russel Terrier


Der Jack Russell Terrier ist eine von der FCI mit der Nr. 345 anerkannte, australische Hunderasse mit Ursprüngen in Großbritannien.  Der vorwiegend weiße und niederläufige Jack Russel wird auch liebevoll als Jacky (oder JRT) bezeichnet und gehört zur Gruppe 3  der Terrier (Sektion 2: Niederläufige Terrier).


Ursprung & Geschichte

Der britische Pfarrer und leidenschaftliche Jäger John (Jack) Russell (1795 bis 1883) legte den Grundstein für diese Rasse, als er einen besonderen Schlag der Foxterrier züchtete.

Während er in Oxford studierte, erstand er im Jahr 1819 die weiße rauhaarige Terrier-Hündin mit tan-farbenen Abzeichen am Kopf. Sie wurde rein des Aussehens wegen gekauft und „Trump“ genannt.

Sie gilt als Stammmutter der Rasse, da sie die Basis für das Zuchtprogramm bildete, um einen Hund mit großer Ausdauer und Mut für die Fuchsjagd (in den Bauten) zu erhalten. Eine wichtige Eigenschaft des Hundes war eine gemäßigte Aggressivität, welche ihm den nötigen Antrieb verschaffte den Fuchs zu verfolgen und zu stellen ohne der Beute Verletzungen zuzufügen, da dies die Jagd „vorzeitig“ beendet hätte.
Der 1850 in Australien eingeführte Rotfuchs verbreitete sich auf dem gesamten Kontinent und seitdem wurden Foxterrier aus Großbritannien  für die Fuchsjagd importiert.
Ab ungefähr 1880 gelangten dabei auch Hunde nach Australien, welche direkte Nachkommen von John Russels Zuchttieren waren. Diese Hunde hatten eine durchschnittliche Widerristhöhe von etwa 30 bis 33 cm.
Die Füchse in Australien besiedelten jedoch Bauten von Kaninchen, welche relativ eng sind; somit wurden Terrier gezüchtet, welche eine Widerristhöhe von weniger als 30 cm hatten.  Die Spaltung vom ursprünglichen Typ (s. Parson Russel Terrier) begann.
Aufgrund großteils isolierter Zuchtpopulation in Australien kam es dabei auch zu starker Inzucht auf jagdlich bewährte Linien.

Der Jack Russell Terrier Club of Australia wurde jedoch erst 1972 ins Leben gerufen und erreichte 1991 die Anerkennung als eigene Rasse beim Australian National Kennel Council (Australiens nationaler Hundeverband). Im Jahr 2000 erfolgte auch die Anerkennung der Rasse durch die FCI (in Deutschland durch den VDH vertreten).
 

 

 

Beschreibung

AllgemeinJack Russell Terrier sind robust, widerstandsfähig und sollten immer kompakt, ausgewogen und aufmerksam erscheinen.
KörperEr ist insgesamt länger als hoch und die Körperlänge sollte in gutem Verhältnis zur Höhe sein. Der Brustkorbumfang direkt hinter den Ellenbogen sollte ca. 40 bis 43 cm betragen.
Die Rute sollte der Jack Russel während Bewegung aufrecht tragen; ruht er, darf sie herunterhängen.
Kopf
Der Kopf sollte in Ohrhöhe eine moderate Breite haben und zu den Augen hin schmaler werden leicht flach zwischen den Ohren sein. Es sollte am Schnauzenende einen klaren Stopp geben, dort wo die Schnauze in den Kopf übergeht, aber er sollte nicht übermäßig ausgeprägt sein. Die Kiefer sollten kraftvoll sein und ein Scherengebiss mit geraden Zähnen aufweisen. Die Augen sind mandelförmig und dunkel gefärbt und sollten voller Leben und Intelligenz sein.
Die dreieckigen, V-förmigen Ohren sind nach unten und vorne geklappt.
GrößeIm Standard wir als ideale Größe 25 bis 30 cm (am Widerrist gemessen) definiert.
Gewicht
Das Gewicht beträgt zwischen 5 –6 kg, wobei ein 25 cm großes Exemplar etwa 5 kg und ein 30 cm großes um die 6 kg wiegen sollte.
Haarkleid
Das Fell kann glatthaarig, rauhaarig oder stichelhaarig (engl. broken coated) sein. Alle Fellvarianten sollten jedoch dichtes Doppelfell aufweisen, dass weder seidig (bei den glatthaarigen) oder wollig (bei den rauhaarigen) sein sollte.
Farbgebung Der Jack Russel Terrier ist in erster Linie weiß gefärbt (mehr als 51%) mit Abzeichen in lohfarben (engl. Tan), braun oder schwarz bzw. jeder Zusammenstellung der genannten Farben.
Die Haut kann manchmal ein Muster von schwarzen oder braunen Punkten aufweisen, welche als „Ticking“ bezeichnet werden, sich jedoch nicht im äußeren Fell widerspiegeln.

Die Nase ist immer schwarz.

 

Charakter & Verwendung

Wesen

Der Jack Russel Terrier wurde vorwiegend als Arbeits- und Jagdhund gezüchtet und  ist daher ein athletischer, furchtloser, aktiver und lautstarker Hund mit durchdringendem, intelligentem Ausdruck.

Er gilt weiterhin als  freundlich mit ruhigem Selbstvertrauen, welcher seinen Besitzern treu ergeben und sehr besitzergreifend ist.

Wenn sowohl Kinder als auch der Hund gut erzogen ist und beide aneinander gewöhnt werden und bezüglich des Verhaltens gegenüber der anderen Seite erzogen werden, können sie gut miteinander auskommen.

Trotz ihrer geringen Größe werden diese Hunde nicht für die Haltung in kleinen Wohnungen oder für die Haltung durch Senioren empfohlen, es sei denn, der Eigentümer ist bereit und körperlich dazu in der Lage, sich der gewaltigen Aufgabe zu widmen, diesem extrem aktiven Hund die erforderliche Menge an Bewegung und Anreizen zukommen zu lassen.

 


Es ist nicht ungewöhnlich für Jack Russel Terrier (bei mangelnder Stimulation mit verschiedenen Reizen und zu wenig körperlicher Auslastung) launisch oder mit zerstörerischem Verhalten zu reagieren, da sie dazu neigen sich leicht zu langweilen und wenn sie allein gelassen werden sich selbst Beschäftigung suchen, welche meist nicht im Sinne der Besitzer ist.

Es handelt sich in der Tat um einen großen Hund in „kleiner Verpackung“ und die meisten zu einem "Napoleon-Komplex" neigen, was manchmal dazu führen kann, dass sie sich mit wesentlich größeren Tieren anlegen. Jack Russel-Halter müssen sich dieser Tendenz bewusst sein und aufmerksam für Probleme in dieser Richtung sein.

 

Verwendung

  • Gebrauchshund (Arbeitsterrier)
  • Jagdhund
Der Jack Russell ist vor allem anderen ein Arbeitsterrier und gezüchtet um Füchse bei der Jagd aus ihrem Bau zu scheuchen.

Sie werden heutzutage für zahlreiche unterirdisch wohnende Beutetiere eingesetzt wie z.B. Murmeltier, Dachs , Rotfuchs und Graufuchs.

Dafür ist es erforderlich, dass er die Beute unter der Erde ausfindig macht, sie heraus jagt oder vor Ort festhält bis sie ausgegraben werden kann.
Um dies zu erreichen muss der Hund kontinuierliche bellen und die Beute in Schach halten (daher neigt er auch zum Kläffen).

Durch seine Energie und seinen Antrieb eignen sich diese Hunde sehr gut für eine Reihe verschiedener Hundesportarten wie Flyball oder Agility.

 

Gesundheitshinweise

Pflegehinweise

Als typische Lebenserwartung wird 11 bis 18 Jahre genannt.

Bei Verwendung als Jagdgebrauchshund ist das Kupieren der Rute in Deutschland laut Tierschutzgesetz erlaubt.

 

Erbliche Krankheiten & Rassedisposition

Jack Russell Terrier haben eine

Prädisposition für die Ataxie und Myelopathie der Terrier

. Diese seltene Erbkrankheit entwickelt sich in den ersten Lebensmonaten und führt zu einem Abbau der weißen Substanz im Hals- und Brustbereich des Rückenmarks. Sie beinhaltet weit ausladenden Bewegungen der Vorderbeine, breitbeiniger Stellung der Hinterbeine und mit Muskelzittern. Die Hunde tendieren dazu umzufallen und können sich dann nicht mehr alleine aufrichten. Beim Jack Russell kommt die Schädigung des Hörnervs mit zunehmender Taubheit hinzu.

 

Weitere Gesundheistprobleme sind u.a.

 

  • erbliche Katarakte (grauer Star)
  • Linsenluxation bzw. -verlagerung (Luxatio lentis): kann zu grünem Star führen
  • Patellaluxation
  • Legg-Calve-Perthés-Krankheit (Morbus Perthés): führt zu einer schmerzhaften Degeneration des Femurkopfes (Oberschenkelknochen).
  • Myasthenia gravis: eine seltene neurologische Erkrankung, deren charakteristisches Kennzeichen eine abnorme belastungsabhängige Muskelschwäche ist
  • von Willebrand Disease' (vWD): eine Bluterkrankheit
  • Atopie
  • Laterale Brachydaktylie: erbliche Verkürzung der seitlichen Zehe

 

Wissenswertes & Trivia

Anschaffungshinweise

Obedience und Hundeschule werden potenziellen Eigentümern empfohlen, da Jack Russells manchmal stur und aggressiv gegenüber anderen Tieren und Menschen sein können.
Dies kommt besonders bei dieser in Mode gekommenen Rasse vor, wenn sie aus falscher Zucht (bei der nicht auf Charakter der Elterntiere geachtet wird) stammen oder dort sowie beim (Erst-) Besitzer nicht richtig sozialisiert und erzogen wurden.

Verantwortungsvolle Züchter nehmen Tiere, die eine mögliche Erbkrankheit zeigen, sofort aus der Zucht und melden dies dem Verein; sie lassen zudem soweit möglich ihre Tiere regelmäßig auf diese Krankheiten untersuchen.

Verwandte Rassen

Parson Russell Terrier

Hochläufige Terrier des gleichen Typs sind als Parson Russel Terrier anerkannt.

Hier geht's zum Rasseportrait des Parson Russel Terriers.

Foxterrier

Als Foxterrier werden zwei anerkannte britische Hunderassen bezeichnet: Glatthaarfox und Drahthaarfox. Sie unterscheiden sich nur in der Fellstruktur.

Hier geht's zum Rasseportrait der Foxterrier.

Berühmte Vertreter in Film und Fernsehen

Die Maske (1994):  Die Figur Stanley Ipkiss  im Film "Die Maske" hält einen Jack Russell Terrier namens Milo.

Frasier: Zwei Jack Russell Terrier, Vater Moose and Sohn Enzo, spielten in der langjährigen TV sitcom Frasier den Jack Russel Eddie. Eddie gehörte in der Serie dem Vater von Frasier. Eddie erhielt mehr Fanpost als jeder andere der Frasier-Charaktere.

Harry Potter und der Orden des Phoenix:  Ron Weasleys Patronus wird als Jack Russell Terrier dargestellt.

 

Weiterführende Links

Hier geht es zu den

Kleinanzeigen rund um die Jack Russel Terrier

Weitere

Jack Russel Terrier-Züchter

findest Du im Branchenbuch.

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Gruppe rund um den Jack Russel Terrier

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Oder schau Dir

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bei Deine-Tierwelt.de an.

 

Rasse Jack Russel Terrier, Russel-Hündin Tricolor

 

Jack Russel Terrier-Literatur

Hier können Sie weiterführende Ratgeber und Artikel rund um den Jack Russel Terrier erwerben, z.B.:

 

 Quelle: Deine Tierwelt.de

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