Erste Hilfe

Sie gehen mit Ihrem Hund spazieren. Plötzlich ist es passiert. Der Hund hat sich an der Pfote verletzt. Was tun?
Wenn die Wunde stark blutet müssen Sie einen Druckverband anlegen. Entweder verwenden Sie hierfür eine Kompresse und Mullbinde aus einem Verbandskasten oder, wenn Sie kein Verbandszeug zur Hand haben, ein sauberes Papiertaschentuch (als Kompresse) und einen Stoffstreifen (z.B. einen Socken) um die Pfote zu verbinden. Die Kompresse kommt direkt auf die Wunde und sie wird fest umwickelt. Vorher müssen Sie grobe Verschmutzungen und Fremdkörper aus der Wunde entfernen.
Gelingt es nicht die Blutung mit einem Druckverband zu stoppen, müssen Sie das Bein oberhalb der Ferse oder des Ellbogens abbinden. Zum Abbinden sollten Sie auf jeden Fall ein elastisches Material verwenden. Der Verband muss aber unbedingt alle 30 Minuten gelöst werden, um ein absterben des Beines zu verhindern.
Egal ob die Wunde stark blutet oder nicht, sie müssen auf jeden Fall mit dem Hund zum Tierarzt. Ansonsten besteht die
Gefahr, dass die Wunde vereitert.
Sie vermissen Ihren Hund?
Wenn Sie Ihren Hund suchen, sollten Sie folgende Schritte einleiten:
Fragen Sie bei den Tierheimen in Ihrer Umgebung nach (Umkreis 50 km) und hinterlassen Sie dort eine Beschreibung ihres Hundes (am besten ist natürlich ein Foto);
wenden Sie sich an Ordnungsämter der Städte und Gemeinden in Ihrer Umgebung;
informieren Sie die Polizei, die Feuerwehr sowie Straßen- und Autobahnmeistereien;
hängen Sie Suchzettel auf und schalten Sie Suchanzeigen in Zeitungen.
Außerdem: Sie sollten in jedem Fall Ihren Hund chippen lassen und die Chipnummer bei einem Haustierregister kostenlos anmelden (weitere Informationen sowie ein Anmeldeformular erhalten Sie von Ihrem Tierarzt). Sollten Sie Ihren Hund vermissen, können Sie dort eine Vermisstmeldung aufgeben und man wird Sie bei der Suche unterstützen. Die Haustierregister sind in der Lage die Suche bundesweit abzudecken und man wird Sie umgehend informieren, wenn Ihr Hund gefunden ist.
Anschaffung, Rassen, Haltung, Erziehung etc.
Allgemeine Empfehlungen
Wenn Sie zum ersten Mal ein Tier in Ihre Familie aufnehmen, sollten Sie sich in jedem Fall über die Verantwortung bewusst sein. Ob Hund, Katze oder Maus ein Tier braucht Pflege, Zuwendung und verursacht Kosten. Informieren Sie sich im Vorfeld genau und gehen Sie sicher, dass alle Familienangehörigen das Tier wollen. Gegebenenfalls sollten Sie auch prüfen, ob bei einem Familienmitglied Allergien bestehen. Außerdem sollten die Gegebenheiten für die Tierhaltung adäquat sein und in einer Mietswohnung sollte man mit Nachbarn und Vermieter abklären, ob der Haltung des Tieres nichts im Wege steht, um unliebsamen Ärger zu vermeiden. Besorgen Sie sich im Vorfeld Literatur und stellen Sie an Züchter oder Mitarbeiter von Tierheimen Fragen.
Sind Sie sich dann ganz sicher, dass ein Tier ins Haus soll, behandeln Sie es mit Achtung und Liebe - dann wird das Tier Ihnen Achtung und Liebe entgegen bringen.
Wir wollen einen Hund!
Welche Rasse soll es sein?
Damit die Entscheidung für einen Hund nicht in einem Chaos endet, sollte man die Eigenschaften und Bedürfnisse der verschiedenen Hunderassen kennen und auch ein Mischling trägt die Charakterzüge von reinrassigen Hunden in sich. Ein Dackelmischling kann störrisch sein wie ein reinrassiger Dackel und ein Spitzmischling kann wie ein reinrassiger Spitz ein Kläffer sein. Über die unzähligen Hunderassen gibt es genügend Literatur mit deren Hilfe man sich im Detail informieren kann. Deshalb hier nur ein allgemeiner Überblick:
Jagdhunde (Dachshunde, Apportierhunde etc.) benötigen enorm viel Auslauf und sie sind Jäger, d.h. man muss stets aufpassen, dass sie nicht wildern. Sie sind gut zu erziehen, aber Konsequenz ist unumgänglich. Schenkt man ihnen nicht genügend Aufmerksamkeit und sind sie nicht ausgelastet, so können sie zu einem Problemfall werden.
Lagerhunde (Hirtenhunde, Doggen, Bobtails etc.) gehören zu den ruhigeren Vertretern und ihr Bewegungsdrang ist nicht sehr ausgeprägt. Dafür haben sie einen starken Beschützerinstink. Geduld ist bei ihnen angebracht und sie brauchen viel Zuwendung.
Schäferhunde (Collies, Corgies etc.) sind schnell im Lernen und brauchen eine Aufgabe, haben sie diese nicht, so können sie sich zu Kläffern und Angstbeißern entwickeln. Das heißt Beschäftigung des Hundes ist hier oberste Pflicht.
Windhunde (Afghane, Wolfshound etc.) Einfühlungsvermögen sowie die Befriedigung des Bewegungsdrangs der Tiere stehen hier an erster Stelle. Außerdem besitzen Sie ebenso wie Jagdhunde einen ausgeprägten Jagdtrieb, sodass hier Wachsamkeit geboten ist.
Rattler (Spitz, Terrier etc.) Sie sind häufig Kläffer und wollen oft die erste Geige spielen. Deshalb ist hier konsequente Erziehung unumgänglich.
Nordische Hunde (Schlittenhunde etc.) brauchen viel Bewegung um ausgelastet zu sein. Meist haben Sie eine enge Beziehung zu einer Person.
Mädchen oder Junge?
Hündinnen sind anhänglicher und leichter erziehbar im Gegensatz zu Rüden, die oft dominanter und selbstbewusster sind. Doch kann auch eine Hündin durchaus die Eigenschaften eines Rüden entwickeln (Alphahündin), wenn es an der nötigen Erziehung und Konsequenz fehlt. Zwei bis drei Mal im Jahr ist die Hündin läufig, was nicht unproblematisch ist, sofern man keinen Nachwuchs wünscht, und verliebte Rüden können aufgrund ihres ausgeprägten Geschlechtstriebes dem Besitzer das Leben ziemlich schwer machen. Einzige Möglichkeit dies zu umgehen ist die Kastration bzw. Sterilisation des Tieres (Rat des Tierarztes einholen). Sowohl Rüden wie auch Hündinnen können sich untereinander nicht immer gut leiden und Unterwerfungen des Gegners werden nicht zwingend akzeptiert.
Beides hat seine Vor- und Nachteile. Im Grunde ist es wie beim Menschen, der Welpe hat noch keine Erfahrungen und ist damit noch leichter formbar, schlechte Angewohnheiten und Eigenschaften haben sich noch nicht eingeschliffen, die Erziehung und Behandlung des Tieres gibt hier den Ausschlag für das weitere Leben. Dafür ist der erwachsene Hund in der Regel bereits stubenrein und hat meist nicht mehr den Drang Schuhe und ähnliches in seine Einzelteile zu zerlegen. Dafür sind Unarten des Tieres eingeschliffen und mögliche schlechte Erfahrungen haben den Hund geprägt. Doch auch hier ist nicht alles verloren, wenn es so sein sollte, und in der Regel mit einer großen Portion Geduld auch wieder regulierbar. Für Welpen wie auch für erwachsenes Tier gilt, ist mal was falsch gelaufen, ist es nur mit viel Geduld möglich das Tier umzuerziehen.
Züchter oder Tierheim?
Wenn Sie Ihren Hund von einem Züchter haben wollen, sollten Sie diesen genau prüfen. Nicht alle Züchter sind seriös. Achten Sie auf die Haltung der Tiere - Unterbringungen in Schuppen oder ähnlichem lassen nicht auf artgerechte Haltung und Zucht schließen. Außerdem sollten Sie viele Fragen an den Züchter stellen (Fragen zur Rasse, tierärztliche Versorgung, Mutter und Vater der Welpen, wievielter Wurf der Mutter etc.), die er alle zu Ihrer Zufriedenheit beantworten sollte. Der Welpe Ihrer Wahl muss außerdem alle gesetzlich vorgeschriebenen Papiere besitzen und sollte bei der Abgabe nicht zu jung sein.
Einen Hund aus dem Tierheim zu nehmen ist eine sinnvolle und ehrenwerte Entscheidung, allerdings sollte man sich bewusst sein, dass die Tiere ein Leben vor dem Tierheim hatten, das sie geprägt hat. Deshalb sollte man sich im Vorfeld klar machen, dass gegebenenfalls eine große Aufgabe auf einen zu kommt. Wichtig ist es, die Mitarbeiter des Tierheims über bekannte Eigenschaften des Hundes zu befragen. Nur so kann man böse Überraschungen vermeiden. Und Achtung, überschätzen Sie sich nicht! Wenn Sie noch keine Erfahrung mit Hunden haben, sollten Sie sich z.B. keinen Angstbeißer ins Haus holen. Machen Sie sich in jedem Fall mit dem Tier vertraut (z.B. Spaziergänge mit dem Hund) und lassen Sie sich genügend Zeit bei der Auswahl des Tieres, dann werden Sie sicher einen passenden Hund finden.
Käufe von Hunden auf Tiermärkten sollten in jedem Fall tabu sein. Auch wenn der kleine Welpe noch so niedlich und unglaublich bemitleidenswert ist: Durch jeden Kauf eines Tieres auf dem Tiermarkt fördern Sie, dass diese Märkte weiter betrieben werden!
Kinder und Hunde ...
Grundsätzlich ist gegen das Zusammenleben von Kind und Hund nichts einzuwenden - im Gegenteil. Allerdings sollte man im Zusammenleben einige Regeln beachten, an die sich auch die Kinder zu halten haben. Abhängig von der Größe und dem Charakter des Hundes sowie der Größe und dem Alter des Kindes sollte man Kind und Hund nicht unbeaufsichtigt lassen. Auch das Halten des Hundes beim Spaziergang kann böse enden - ein siebenjähriges Kind ist nicht in der Lage einen Bobtail zu führen und jeder möglichen Situation gewachsen zu sein, mag der Hund auch noch so lieb sein. Dem Kind muss zudem stets klar sein, dass man einen Hund nicht kneift oder an den Ohren zieht - auch wenn dieser noch so geduldig ist. Und ein Kind das hinfällt kann vom Hund als Beute betrachtet werden. Kommt ein Kind nach dem Hund in die Familie, ist Eifersucht des Tieres nicht auszuschließen. Wenn Sie den Hund nicht ausgrenzen, sollte sich diese Eifersucht wieder legen. Gegebenfalls ist hier aber auch professionelle Hilfe erforderlich, um Unglücke zu vermeiden.
Erziehung
Eine gute Erziehung des Hundes ist wichtig und unumgänglich. Dies bereitet nicht nur dem Besitzer Freude, sondern macht ihm und der Umwelt das Leben mit dem Tier leichter. Sitz, Platz, Komm, Lauf und Fuß sollte jeder Hund beherrschen. Wenn Sie noch keine Erfahrung in der Hundeerziehung haben, ist der Besuch einer Hundeschule eine gute Starthilfe. Achten Sie allerdings darauf, dass die Hundeschule nicht mit Gewalt und Druck bei der Hundeerziehung arbeitet. Gewalt und Druck ist ein schlechte Methode, die genau das Gegenteil von dem bewirken kann, was man eigentlich erreichen wollte.
Wichtig ist in der Erziehung allerdings Konsequenz, ohne Konsequenz werden erzieherische Erfolge schnell zu Nichte gemacht und Ihr Hund wird Sie nicht ernst nehmen. Neben der Konsequenz sollte der Hund allerdings auch gelobt werden, wenn er etwas ordentlich gemacht hat. Loben Sie ihn mit Worten, streicheln Sie ihn und geben Sie ihm das eine oder andere Leckerchen. Aufpassen muss man allerdings, dass der Hund Befehle nicht nur bei einer Gegenleistung ausführt, d.h. Lob dosieren. Macht der Hund zum Beispiel "Sitz" reicht auch ein einfaches "Brav" als Signal, dass der Hund etwas gut macht. Am Anfang werden Sie allerdings mehr Leckerchen benötigen.
Hat man dem Hund einen Befehl erteilt, sollte der Hund sich daran halten. D.h. soll der Hund sitzen, dann soll er so lange sitzen, wie Herrchen/Frauchen es wünscht und nicht selbst entscheiden, wann er wieder los läuft. Wichtig ist, dass immer die gleichen Befehle verwendet werden. "Sitz" muss "Sitz" bleiben und nicht zu "Du sollst dich doch hinsetzen" werden - das kann der Hund beim besten Willen nicht verstehen.
Bei einem Welpen ist in der Regel die erste und wichtigste Erziehungsmaßnahme, dass er stubenrein wird. Dazu sollten Sie am Anfang etwa alle zwei Stunden mit dem Hund raus gehen. Der letzte Spaziergang sollte am späten Abend und der erste am frühen Morgen erfolgen. Reduzieren Sie nach und nach die Spaziergänge und nicht von einem Tag auf den anderen. Vergrößern Sie die Abstände die zwischen den Spaziergängen liegen, statt zwei Stunden alle drei Stunden usw. Und sollte dann doch mal ein Geschäft in der Wohnung verrichtet werden, wird schimpfen und zetern nichts nützen - außer Sie ertappen den Hund auf frischer Tat, dann können Sie ihm mit strenger Stimme zu verstehen geben, dass er das nicht darf. Absolut tabu ist allerdings den Hund anzuschreien oder zu schlagen und auch die Nase in den Urin oder den Kot zu stecken bringt absolut nichts. Allerdings sollten Sie die Stellen an denen der Hund sein Geschäft verrichtet hat gründlich reinigen, damit der Hund nicht auf die Idee kommt, die gleiche Stelle des Öfteren zu verwenden.
Wenn Sie ihrem Hund "Sitz" und "Platz" beibringen, müssen Sie ihm Hilfestellungen geben. Bringen Sie ihn in die gewünschte Position durch "Handarbeit". Runterdrücken des Gesäßes bringt den Hund in die Sitzposition und das ständige wiederholen des Wortes "Sitz" während dessen lässt den Hund den Zusammenhang zwischen Wort und Tat lernen. Verstärken können Sie diese Übung durch ein dem Befehl zugeordnete Handbewegung, die Kombination aus Wort und Handsignal macht dem Hund das Gewünschte eindeutig klar. Bei "Platz" sollte der Hund "Sitz" bereits beherrschen. Befehlen Sie dem Hund "Sitz" und ziehen sie ihm die Vorderpfoten nach vorne weg, wiederholen Sie dabei ständig "Platz" und verstärken Sie den Befehl indem Sie Ihre Hand flach nach unten bewegen. Achten Sie bei beiden Übungen darauf, dass der Hund seine Position erst wieder aufgibt, wenn Sie ihm z.B. mit "Lauf" die Erlaubnis dazu erteilen - seien Sie konsequent.
Grundsätzlich sollte Ihre Hund auf alle Familienmitglieder hören. Allerdings ist es normal, dass Ihr Hund eine Rangordnungen innerhalb der Familie sieht - wie im Rudel. Klar muss aber immer sein, dass der Hund die letzte Geige in dieser Rangordnung spielt und sich den erteilten Befehlen unterordnen muss. Achten Sie aber darauf, dass von allen Familienmitgliedern in jeder Hinsicht konsequent die gleichen Befehle verwendet und erteilt werden, nur so kann der Hund seine untergeordnete Stellung akzeptieren und Anweisungen befolgen. Und was bei dem einen Familienmitglied nicht gestattet ist, darf auch bei den anderen Familienmitgliedern nicht gestattet sein, das gilt übrigens auch für Besucher, auch wenn Tante Else zehn mal sagt "Ach lass ihn doch". Beachten Sie, dass es von der Hunderasse abhängig ist, wie viel Geduld darauf verwendet werden muss, dass Ihr Hund zu dieser Ordnung bereit ist. Doch ist es in keinem Fall zu akzeptieren, dass der Hund nur auf ein Familienmitglied hört. Dies bedeutet auch, dass sich alle Familienmitglieder an der Erziehung des Tieres beteiligen müssen.
Wichtig ist bei allen Lernschritten, dass Sie den Hund nicht überfordern. Wiederholen Sie die Übungen, aber nicht über Stunden, sondern vielmehr regelmäßig. Machen Sie die Übungen ruhig immer mal wieder im Laufe des Tages und erwarten Sie keine Wunder. Einen Schnellkurs in Sachen "gehorchen" gibt es nicht.
Die Ernährung des Vierbeiners ist für dessen Gesundheit nicht unwichtig. Stark gewürztes und fettes Futter sowie Süßigkeiten sind nichts für einen Hund. Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung (sowohl Trocken- als auch Nassfutter). Auf keinen Fall sollten Sie ihrem Hund Geflügelknochen und Fischgräten geben, das kann zu Verletzungen der Speiseröhre und des Magen-Darm-Trakts führen und im schlimmsten Fall zum Tod des Tieres. Das Füttern von anderen Knochen ist zwar möglich, aber kann zu Verstopfung führen oder Knochenstücke können im Magen liegen bleiben und müssen dann operativ entfernt werden.
Außerdem sollte der Hund nichts vom Tisch bekommen und wenn die Familie isst, hat er nicht zu betteln. Sorgen Sie dafür, dass der Hund gar nicht erst in Versuchung kommt. Am leichtesten ist es, wenn Sie den Hund vor den Mahlzeiten der Familie abfüttern und ihm nicht gestatten bei den Mahlzeiten am Tisch zu sitzen, sondern ihn auf seinen Platz (z.B. Körbchen) verweisen - auch hier ist Konsequenz unumgänglich. Achten Sie darauf den Hund nicht zu überfüttern, weniger ist manchmal mehr, denn unabhängig von der Menge die Sie ihrem Hund vorsetzen, er wird in der Regel alles auffressen. Sind Sie unsicher wie viel ihr Hund fressen sollte, dann fragen Sie ihren Tierarzt.
Übrigens: Im Gegensatz zu Futter sollte frisches Wasser für Ihren Hund immer bereit stehen.
Das Füttern vor einem Spaziergang ist nicht zu empfehlen, da es mit vollem Magen beim Spielen, Toben oder Rennen zu einer lebensgefährlichen Magendrehung kommen kann.
Tierarzt
Sollten Sie zum ersten Mal ein Tier besitzen, erkundigen Sie sich vor der Anschaffung, wo ein Tierarzt in Ihrer Nähe ist. Da Sie beim Spaziergang mit Ihrem Vierbeiner schnell Bekanntschaft mit anderen Hundebesitzern machen werden, sollten Sie zusätzlich fragen, zu welchem Tierarzt Herrchen und Frauchen von Waldi gehen - man wird ihnen sicher bereitwillig Auskunft geben.
Der erste Tierarztbesuch sollte bald nach Einzug ihres neuen Familienmitgliedes erfolgen - auch wenn der Hund nicht krank ist. Dieser Besuch gibt Ihnen die Möglichkeit den Tierarzt kennen zu lernen und sich ein Bild zu machen und der Tierarzt kann Ihren neuen Begleiter kennen lernen sowie Ihnen gegebenenfalls Tipps und Ratschläge geben. Unter Umständen sind auch noch Impfungen erforderlich und Ihr Hund sollte, sofern dies noch nicht geschehen ist, gechipt werden (nähere Informationen erhalten Sie hierzu von ihrem Tierarzt).
Mein Hund ist krank!
Kleinere Zipperlein, wie Durchfall, kann man man durchaus selbst behandeln - eine Ernährungsumstellung kann hier schon reichen. Allerdings sollte man nie zu lange warten bis man den Tierarzt aufsucht. Um Krankheiten bei ihrem Hund zu vermeiden, sollten Sie darauf achten, dass Ihr Hund immer alle notwendigen Impfungen bekommt und regelmäßige Wurmkuren können auch nicht schaden. In den Sommermonaten kann ihr Hund unter Zecken leiden, die unbedingt mit Kopf entfernt werden sollten. Außerdem gibt es Mittel die Zeckenbefall zumindest reduzieren können.
Pflege
Jeder Hund muss regelmäßig gebürstet werden, wie häufig ist allerdings abhängig vom Fell des Tieres. Außerdem schadet Ihrem Hund auch kein Wasser ... nicht zu häufig, aber doch ab und an sollte er gebadet werden. Hierzu sollten Sie entsprechendes Hundeshampoo oder auch Babyshampoo verwenden. Des Weiteren sollten Sie darauf achten, dass die Zähne ihres Hundes sauber sind. Bei Zeiten die Zähne mit einer Bürste putzen und vom Tierarzt den Zahnstein entfernen lassen verhindert Mundgeruch. Insbesondere bei Hunden mit hängenden Ohren sollte man regelmäßig nachsehen, ob die Reinigung der Ohrmuschel mit einem Wattebausch (ggf. mit Wasser oder Kamillentee anfeuchten) notwendig ist (bitte kein Q-Tip oder ähnliches verwenden). Die Reinigung des Gehörgangs sollte allerdings ausschließlich der Tierarzt vornehmen. Zur Pflege gehört selbstverständlich auch, dass Futter- und Wassernapf sowie die Fressstelle sauber gehalten werden und die Decken im Hundekorb regelmäßig die Waschmaschine sehen.
Urlaub mit Hund
Bevor Ihr neues Familienmitglied bei Ihnen einzieht, sollten Sie klären, was mit dem Hund geschieht, wenn es in den Urlaub geht. Bei Reisen mit dHund sollten Sie darauf achten, dass Sie dem Tier nicht zu viel zumuten (Anreise, Temperaturen vor Ort etc.) und dass Ihr Hund am Zielort auch willkommen ist. Außerdem müssen Sie alle gesetzlich vorgeschriebenen Papiere haben und der Hund muss geimpft sein. Nähere Informationen hierzu gibt Ihnen der Tierarzt. Außerdem sollten Sie sich informieren, ob und wo an Ihrem Urlaubsort ein Tierarzt ist.
Soll Ihr Hund nicht mit auf die Reise gehen, sorgen Sie rechtzeitig für eine adäquate Unterbringung. Tante Else ist sicher nicht begeistert, wenn Sie eine Stunde vor Abreise den Hund auf's Auge gedrückt bekommt und eine Hundepension hat wahrscheinlich (insbesondere in der Ferienzeit) keinen Platz frei, wenn Sie erst drei Tage vor Reiseantritt dort anfragen. D.h. mit Planung Ihrer Reise sollten Sie auch die Versorgung des Hundes organisieren und ihn zwei bis drei Tage vor Abreise dort hinbringen, denn fühlt der Hund sich dort wo er ist nicht wohl, kann man immer noch einschreiten. Optimal ist es natürlich, wenn der Hund in ein ihm bekanntes Umfeld kommt. Sollten Sie also die Möglichkeit haben, so machen Sie den Hund schon einige Zeit vorher mit Pflegeherrchen/-frauchen und Umgebung vertraut, dann gibt es auch keine gravierenden Probleme. Zudem ist es wichtig, dass auch der Mensch mit dem Tier vertraut ist. Machen Sie auf Ihre Regeln und Gewohnheiten im Umgang mit dem Tier aufmerksam um böse Überraschungen zu vermeiden.